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Heute war mein Exfreund noch mal in der Wohnung gewesen. An seinem Gesicht konnte ich sehen, dass er verblüfft war, dass ich hier schon so viel verändert habe. Er meinte, ich würde unsere Trennung anscheinend sehr gut verkraften. Ich habe darauf nur erwähnt, dass es seine Entscheidung war unsere Beziehung zu beenden, und dass ich nicht herumsitze und mir die Augen ausheule. Ich habe natürlich geweint, aber das sagt man Männern besser nicht. Vor allem nicht, wenn sie einen verlassen hat. Als Verlassene zeigt man dem Mann, dass man gut ohne ihn zurecht kommt. Ich bin stark und das zeige ich ihm auch. Ich muss aber zugeben, ich bin schon von mir selbst überrascht, wie kompromisslos ich selbst zu mir war. Ich habe wirklich alles was mich an ihn erinnert weggepackt, verkauft und weggeworfen. Und nun sieht die Wohnung aus, wie eine Wohnung in der eine junge Frau wohnt, der es gut geht.
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Ich habe entschieden, dass meine Wohnung einen neuen Anstrich benötigt. Heute war ich mit ein paar Freunden in einem Farbgeschäft und wir haben wunderschöne Farben ausgesucht. Ich hab mich entschieden, dass Bad in gelb zu streichen. Das Wohnzimmer wird in einem warmen roten Ton erstrahlen und ich habe das Schlafzimmer mit dem Arbeitszimmer getauscht. Aus dem neuen Schlafzimmer kann ich so morgens auf den Balkon gehen. Oder abends vor dem Schlafen gehen noch mein Buch lesen. Zumindest im Sommer. Für das neue Schlafzimmer habe ich mir eine Tapete gekauft mit kleinen Rosen drauf. Und neue Bettwäsche. Ich fühle mich wirklich wohl hier und bin so froh, dass ich in der Wohnung geblieben bin.
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Nach einer Trennung, hat man, wenn der Partner auszieht, und man selbst zurückbleibt, die ganze Wohnung mit Kram voll. Dieser Kram, egal wie banal er auch zu sein scheint, erinnert einen immer an vergangene Zeiten. Also habe ich mich entschieden auszumisten. Ich verabschiede mich zuerst mal von all den Dingen, die mir mein Ex geschenkt hat. Und dann müssen die Badmöbel weichen. Die Badmöbel, fragen sich jetzt bestimmt einige, wieso die Badmöbel? Dabei ist es eigentlich sehr einfach. Die Badmöbel war die erste Anschaffung, die mein Ex und ich uns gemeinsam angeschafft haben. Das erste Mal das wir in einem Einrichtungshaus standen, und uns wie jedes Pärchen halt, darüber lautstark gestritten haben, welche der Badmöbel es denn nun sein dürfen. Am Ende haben wir uns für die Badmöbel im weniger farbenprächtigen grau entschieden. Bis heute habe ich aber die Entscheidung bereut, denn wenn man den Tag im Bad beginnt, dass in grau gehalten ist, fängt der Tag immer trist an. Nun gut. Die Badmöbel fliegen also raus und es sollten dann auch schnell neue her. Gerade durchforste ich das Internet nach einem geeigneten Nachfolger. Die Auswahl ist riesig, und ich grenze meine Auswahl ein, denn meine neuen Badmöbel dürfen alles, sein nur nicht grau.
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Die Türe ist jetzt zu und ich habe ruhe. Mein Exfreund ist gerade ausgezogen und alles was zurückbleibt ist diese Leere und Kälte hier in der Wohnung, und der komische Beigeschmack der halt bei Trennung so auftaucht. Die Türe ist nun also zu. Und ich drehe erst einmal eine Runde und mache die Heizung an. Gegen die Kälte. Was tue ich nur gegen die Leere? Ich rufe meine besten Freundinnen an, und bitte sie um Törtchen und Sushi und einen DVD-Abend. Und sie kommen alle. Und bleiben sogar über Nacht. Und ich bin froh, das die Türe zwar zu ist, aber ich nicht alleine bin. Trennungen sind fies, vor allem wenn man gemeinsame Freundeskreise hat. Aber das sind Gedanken, die ich erstmal verdrängen mag. Im Kreis meiner Freundinnen fühle ich mich gleich besser. Verstanden und geliebt. Wir trinken Wein. Lachen. Und lästern über die Männerwelt, die sich mal wieder von der besten Seite gezeigt hat.
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